Imke Groenewold
Verhaltenstrainerin für Halter & Hund
Zurück zum Wesentlichen
Seit 2004 beobachte ich eine seltsame Entwicklung. Es gab noch nie so viele Hundeschulen, Ratgeber und Trainingsmethoden wie heute - und doch waren Hundehalter noch nie so verunsichert. Wir füttern Konflikte mit Keksen weg, managen den Alltag mit Klickern und versuchen unsere Hunde wie kleine Maschinen zu konditionieren.
Das Ergebnis? Hunde, die zwar "Männchen machen" können, aber im Alltag bei der kleinsten Ablenkung die Verbindung zu ihrem Menschen verlieren.
Was wir von der Straße lernen können
Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum die Hunde von Obdachlosen oder Reisenden oft die entspanntesten sind? Sie kennen meist keine Kommandos, werden nicht ununterbrochen mit Keksen bestochen und nicht andauernd "bespaßt".
Diese Hunde sind einfach dabei. Sie sind angeschlossen. Sie verstehen ganze Sätze. Sie folgen nicht einem Leckerchen, sondern einer Persönlichkeit. Sie haben Lebensregeln statt Dressurpläne.
Beziehung kann man nicht füttern
In meiner Arbeit kehren wir zur Basis, zum Ursprung zurück.
Ich stelle Ihnen eine einfache Frage: Haben Sie schon mal einen Hund gesehen, der einem anderen Hund ein Kommando gibt oder ihn mit Leckerchen belohnt?
Hunde kommunizieren direkt, authentisch und ohne Umwege. Ein Rudelmitglied folgt dem anderen, weil die Führung Sicherheit bietet und die Orientierung klar ist. Familienbande eben - ein Gefühl, nach dem sich ein Hund sehnt.
Mein Weg mit Ihnen
- Verantwortung statt Ablenkung: Wir lernen Konflikte zu klären, statt sie zu umschiffen
- Natur statt Technik: Wir nutzen Körpersprache und die innere Haltung.
- Sein statt Tun: Ihr Hund muss kein Workaholic sein. Er darf lernen, einfach zur Ruhe zu kommen und an Ihrer Seite zu sein.
Hundeerziehung darf einfach sein. Wenn wir aufhören zu dressieren, fangen wir an zu verstehen.
